Simone Gilges
- DOKTOR BOCK- -
Eröffnung Donnerstag 26. Oktober um 19:00 Uhr
26.10.06 - 30.10.06
DOKTOR BOCK
Die Arbeiten, die Simone Gilges für die Ausstellung im showroom zusammenstellt,
bekommen durch die jüngsten Ereignisse von denen die Presse aus Afghanistan
berichtet
eine merkwürdige Präsenz, und lassen uns an Morphische Felder
denken.
Das Objekt aus Ziegenknochen zwischen dem Foto des Bocks und dem schwarzen
Vorhang,
der als Blackbox unsichtbare Anwesenheiten verdeckt, bekommt eine noch mehr
Unheil verkündende Atmo.
Läuft
man um den Vorhang herum, sieht man nur die Rückseite
und befindet sich in einem abgezirkeltem Raum, einer Umkleidekabine nicht
unähnlich,
DEM DARKROOM VON DOKTOR BOCK.
Die Videoarbeit im hinteren Raum, von Grablichtern umgeben , zeigt das Hochsicherheitsgefängniss
in Stammheim. Filmend mit einer kleinen Kamera, wird die Künstlerin
selbst Objekt eines Tumults,
den die Gefangenen auslösen, als sie sie aus ihren Zellen draussen herumlaufen sehen.
Während
dem Filmen werden die Zurufe immer lauter,aus immer mehr Zellen wird immer
obzöner, in gebrochenem deutsch oder einer fremden Sprache gerufen.
Der akkustische Tumult wird durch das Herannahen einer Bierktusche vollkommen
absurd,
die mit Schellengeläute ihre Runde vollführt, und
dem ryhthmischen Auftreffen der Pferdehufe
auf dem Asphalt vor dem Gefängniss .
BOCK BIS DER ARZT KOMMT,
EINE MISCHUNG AUS EINER FINSTEREN ZEREMONIE ZWISCHEN PSYCHIATER,
TOD UND
FREIHEIT UND DEM TOD DER TERRORISTEN.
Conni Brintzinger, Simone Gilges
